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Was Ausgefallenes

Bericht und Foto: Günther Heinisch

Trix E 19: Ein ausgefallener Umbau

Wir schreiben das Jahr 2010, und es ist Sommer. Vom bekannten “C” flattert mir ein Prospekt ins Haus, der Großes ankündigt: das zehnjährige Jubiläum der Modellbahnabteilung. Darin finde ich etliche Sonderangebote, so auch die beiden Modelle 22605 und 22606 von Trix HO, die E 19 01 in der roten DRG-Ausführung sowie die 119 002-4 in blauer DB-Farbgebung, beide zum Preis von je 129.-- €.

Angesichts der unverbindlichen Preisempfehlung des Herstellers von 219,95 € schlage ich zu und bestelle mir eine rote E 19 01.

Wenige Tage später ist das Paket da, und ich krame den Inhalt hervor. Nachdem ich endlich herausgefunden habe, wo sich die (Märklin-) typische Verpackung öffnen lässt, steht ein wunderschön gestaltetes Modell vor mir.

E 19

Dieses muss nun auf Trix Express umgebaut werden. Ein Blick auf die Unterseite zeigt schwenkbare Laufachsen, aber der Hauptrahmen ist starr, die Treibachsen sind lediglich seitlich verschiebbar. Ob das reicht, durch unseren R 1 zu kommen? Erste Zweifel an der Machbarkeit kommen auf.

Daher lege ich die Lok zunächst einmal in ihre Verpackung zurück. Dort  drin befindet sich neben den üblichen Papieren auch ein völlig unscheinbarer kleiner Zettel, der mir erst jetzt ins Auge fällt. Und auf diesem lese ich: Befahrbarer Mindestraduis 420 mm. Wie bitte? Davon stand aber nichts in der Beschreibung auf der Herstellerseite im Internet! Diese Lok kommt ja nicht einmal durch unseren Radius 2! Die Zweifel werden stärker.

Wenig später erfahre ich, dass ein anderer NERFÜ-Stammtischler kurz nach mir auch so eine Lok gekauft und sich mutig an den Umbau gewagt hat. Er berichtet, dass dies eine sch... Arbeit war und auch das Ergebnis ernüchternd ist. Die Lok fährt einfach nicht zuverlässig, da sich die Radschleifer immer wieder verbiegen. Die Zweifel schlagen in Entmutigung um.

Damit dürfte auch die Bedeutung der Überschrift dieses Beitrags klar sein: Bei mir ist der Umbau ausgefallen. Ich habe die Lok, nachdem ich obiges Foto geschossen habe, wieder schön eingepackt, an die Angel gehängt und in der Bucht versenkt. Es hat auch einer angebissen, das Teil ist wieder verkauft, und der Verlust hält sich in Grenzen.

Zu Schluss bleibt mir nur noch, dem neuen Besitzer zu wünschen, dass die Haftreifen das ewige Leben haben mögen, denn die sind bereits jetzt nicht mehr lieferbar...

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