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Hamburg 2014 / 2

Reise ins Miniatur Wunderland
Ein Bericht von Peter Tümmel

Schon lange hegten Reinhard und ich den Wunsch, wieder einmal nach Hamburg ins Miniatur Wunderland zu fahren, um uns die in den letzten Jahren hinzugekommenen Neuerungen wie zum Beispiel die Schweiz und den Knuffinger Flughafen  anzusehen.
Mit Richard und Andreas waren auch schnell zwei Mitreisende gefunden, so dass ich mit der Vorbereitung der Reise anfangen konnte. Als Termin hatte Reinhard die 51. Kalenderwoche vorgeschlagen. Damit wir an günstige Bahntickets kommen konnten, hatte ich schon 90 Tage vor Beginn der Reise im Internet recherchiert.
Die günstigsten Tickets gab es demnach, wenn man dienstags anreist und mittwochs wieder abreist. Ein günstiges Hotel wurde auch recht schnell gefunden. Der Tag der Reise konnte also kommen. Im Miniatur Wunderland buchte ich vorab schon eine einstündige Führung hinter den Kulissen. Da ich so etwas im Jahr 2006 schon einmal mitgemacht hatte, konnte ich die anderen für dieses Vorhaben begeistern.
Ein paar Tage vor Abreise teilte uns Andreas frustriert mit, dass er aus beruflichen Gründen nicht mitfahren könne. Also versuchte ich Ersatz zu finden, was so kurzfristig nicht so einfach ist. Mein Bruder, der gerne mitgefahren wäre, weilte im Urlaub, andere Stammtischler konnten so kurzfristig keinen Urlaub bekommen, so dass ich schon die Hoffnung auf einen vierten Mitfahrer aufgeben wollte, als Reinhard mir mitteilte, dass er einen Arbeitskollegen habe, der gerne bereit sei mitzufahren.
So trafen sich am Reisetag um 5:50 Uhr auf dem Ingolstädter Bahnhof Reinhard, sein Arbeitskollege Rudi und ich zur Fahrt nach Hamburg. Unterwegs in Nürnberg stieß noch Richard zu uns. Die restliche Stecke legte die Bahn ohne Zwischenfälle zurück, so dass wir pünktlich um 10:55 Uhr in Hamburg Hbf ankamen. Auf dem Weg zum Hotel fragten wir ein paar Polizisten nach dem Weg. Einer riet uns, auf unsere Wertsachen aufzupassen, da dort die dunkle Seite der Macht …äh Hamburgs beginnt. Im Hotel, das nur wenige Minuten vom Bahnhof entfernt lag, stellten wir unsere Taschen ab und fuhren per Taxi zum Miniatur Wunderland. An den Kassen war, wie um diese Jahreszeit erwartet, wenig bis gar nichts los. Auch rund um die Modellbahnanlagen war wenig Betrieb. Einzig einige Gruppen von Kindergartenkindern, geschätzt insgesamt ca. 60-70 Kinder, bevölkerten die Brüstung der Modellbahnanlagen. Sie hatten offensichtlich viel Freude und Spaß daran, die an der Brüstung befindlichen Knöpfe zu drücken um dann zu erforschen, wo und wann sich dadurch etwas in Bewegung setzt.
Seit meinem letzten Besuch im Miniatur Wunderland im November 2006 hat sich doch einiges verändert. So kamen mittlerweile zum einen die Schweiz und zum anderen der Flughafen hinzu. Auch wurden die damals bereits bestehenden Abschnitte erneuert beziehungsweise umgebaut.
Da wir seit dem Morgen noch nichts gegessen hatten, suchten wir zwischenzeitlich das Restaurant im zweiten Stock auf. Im Anschluss daran besuchte ich den Museumsshop, war aber ob der Ware, welche dort angeboten wurde, ein wenig enttäuscht. So fand ich zwar ein paar VW-Käfer für meine eigene Anlage, doch Lokomotiven und Wagen suchte ich vergebens. Es gab dort viel Firlefanz  zu kaufen, den kein Mensch braucht.
Die Zeit bis zur Führung hinter den Kulissen verging wie im Fluge. Um halb vier trafen wir uns am Leitstand und wurden dort von einem netten jungen Mann in Empfang genommen. Während der Führung erfuhren wir viele kleine Details aus berufenem Munde, welche man sonst nicht erfährt. Auch ist ein Blick von hinter den Kulissen sehr informativ, werden doch gerade von hier aus die Dinge und Details anders beleuchtet. Einzig das relativ häufige Wechseln von Tag und Nacht stört etwas den Ablauf. Hier wäre es vorteilhafter, wenn der Wechsel nicht so oft von statten ginge, um länger an einem Ort, welchen man sich genauer anschauen möchte, verweilen zu können. So muss man warten bis es nach 15 Minuten wieder Tag wird.
Nach der Führung - mittlerweile waren die Kinder weg und mehr erwachsene Besucher anwesend - wiederholten wir unsere Runden um die Anlagen und entdeckten immer wieder Neues. Ich glaube, man kann dort einige Tage verbringen und hat immer noch nicht alle Finessen gesehen.
Nachdem sich gegen 19:00 Uhr so langsam der Bereich um die Anlagen leerte, suchten wir noch einmal das Restaurant zum Abendessen auf. Anschließend drehten wir noch eine Runde  und statteten dem Schokoladenwerk auf der Anlage noch einen Besuch ab. Hier kann man nicht nur das Herstellen und Verpacken der Schokolade beobachten, am Ende des Vorganges bekommt man auch noch ein Stück Schokolade geschenkt. So gegen 21:00 Uhr, als das Miniatur Wunderland schloss, machten wir uns zu Fuß auf den Weg zu unserem Hotel.

Jetzt wird es Zeit für Bilder!

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Nach einer recht schlaflosen Nacht trafen wir uns gegen acht Uhr zum Frühstück, um im Anschluss daran zum nahen Bahnhof zu gehen. Leider kam unser in Hamburg Altona eingesetzter Zug mit mehr als 15 Minuten Verspätung an. Es blieb ein Geheimnis der DB, wie man das auf dieser kurzen Strecke schafft. Unterwegs wunderten wir uns darüber, dass der ICE doch recht gemütlich dahin rollte, bis uns der Zugführer mitteilte, dass wir wegen einer Oberleitungsreparatur einen Umweg fahren müssen und deshalb die vorgesehene Geschwindigkeit nicht einhalten können. So kam es, dass wir in Hannover bereits 45 Minuten Verspätung hatten. Richard wurde schon langsam unruhig. Er meinte, wenn dies so weiterginge, dann bekäme er in Nürnberg seinen Anschlusszug nach Parsberg nicht mehr. Eigentlich wollte er ja der Trix Express-Anlage im Nürnberger Hauptbahnhof einen Besuch abstatten, da er eine Wartezeit von etwas mehr als einer Stunde gehabt hätte. So hatte er Glück, dass wir nur mit einer Verspätung von einer Stunde in Nürnberg eintrafen und er seinen Zug noch erreichte.
In Ingolstadt angekommen verabschiedeten sich Reinhard und ich von seinem Arbeitskollegen Rudi. Im Zug hatten wir beschlossen, dass dies nicht die letzte Reise ins Wunderland sein soll, gibt es doch dort weitere Aktivitäten, die sich gerade im Aufbau befinden. So wird der Abschnitt Italien mit der Hauptstadt Rom, dem feuerspeienden Vesuv und der Amalfiküste im nächsten Jahr fertig gestellt werden. Danach soll es noch Frankreich und England geben bevor es, so lautet die Planung, nach Afrika gehen wird. Diese Vorhaben sollen bis 2020 realisiert werden.

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