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Bilder aus 2010

Hier berichtet Ralf Dörsch über Ausflüge und Reisen, die er gemeinsam mit seiner Frau sowie Peter Tümmel und dessen Frau im Jahr 2010 unternommen hat. Alles hat mit Eisenbahn zu tun.

Text: Ralf Dörsch. Bilder: Ralf Dörsch, Peter Tümmel.

Die Reise durch das Eisenbahnjahr 2010 führte über die Gleise der Mainschleifenbahn in Unterfranken, über die des Bernina – Express in der Schweiz, zu der Museumseisenbahn am Schönberger Strand (Kieler Bucht/Ostsee) und nach Glückstadt an die Elbe.

[Ein Klick auf die Links führt direkt zum betreffenden Abschnitt des Berichtes. Die Red.]

Unsere Reise beginnt in Unterfranken, ...

Dort im Weinanbaugebiet um Volkach, Nordheim, Sommerach, der Vogels- und der Hallburg, gibt es nicht nur leckere Spezialitäten zum Essen, gute und edle Weintropfen und herrliche Wanderwege zwischen den Weinbergen, sondern auch einen Förderverein der es sich zur Aufgabe gemacht hat, eine der letzten Stichbahnen aus der Zeit der Königlich Bayerischen Staats-eisenbahnen zu erhalten, die „Mainschleifenbahn“.
Dort verkehrt hauptsächlich an den Wochenenden und an Feiertagen ein „Roter Brummer – Schienenbus – Uerdinger“ (der Eisenbahnfreund möge bei der Namensgebung selbst entscheiden), bestehend aus einer Garnitur VT 796 702 und VS 996 726.
Die Strecke zweigte bis 1998 im DB Bahnhof Seligenstadt bei Würzburg von der Hauptstrecke Würzburg – Schweinfurt nach Volkach ab.  Da die Rentabilität der Stichbahn nicht mehr gegeben war, wurde der Anschluss zum DB–Netz unterbrochen[1] und der Bahnverkehr über die Mainbrücke[2] zwischen Astheim und Volkach eingestellt, so dass eine Inselbahn[3] entstand. Heute beginnt die Fahrt an einem Prellbock, der ein paar Meter entfernt vom Bahnhof Seligenstadt steht, führt über die Bahnhöfe Prosselsheim und Untereisenheim, die Haltepunkte Escherndorf und Vogelsburg und endet in Volkach - Astheim.
Im Bahnhof Prosselsheim wird derzeit an einer Halle gebaut, damit die Fahrzeuge des Fördervereines untergestellt werden können. Weiterhin findet man dort auch noch ein gut erhaltenes Lagerhaus der BayWa.
Bei einem guten Glas Wein in einer der vielen Besenwirtschaften klingt ein schöner Tag aus, in dessen Mittelpunkt die Mainschleifenbahn mit ihren historischen Fahrzeugen stand.
Ein Ausflug der bestimmt jedem Eisenbahnfreund Spaß macht, denn es sind ja auch noch andere technische Dinge zu sehen wie die nachfolgenden Bilder zeigen.

Galerie 1: Mainschleifenbahn

Mainschleifenbahn

Redaktionelle Anmerkungen
[1] Die Weiche wurde ausgebaut.
[2] Dieses Kuriosum  einer kombinierten Straßen- und Eisenbahnbrücke existiert nicht mehr. Es musste einer neuen Brücke (ohne Bahngleis) weichen. Näheres zur alten Brücke gibt es hier.
[3] Auf dieser Inselbahn gab es bis September 2003 keinen Betrieb mehr.

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... führt uns weiter über die Schweiz ...

Der Start des „Bernina Express“ erfolgt am Bahnhof des noblen Skiortes St. Moritz auf 1775 m. Von hier aus geht es über Pontresina, Val Roseg und Morteratsch hinauf zu den Skigebieten der Bernina Diavolezza und der Bernina Lagalb. Hier hat man bei schönem Wetter einen herrlichen Blick in die Schweizer Bergwelt mit Piz Bernina (4049 m) und Piz Palü (3905 m).
Bis hierher bewältigt der Bernina Express Steigungen bis zu 70 Promille und zählt damit zu den steilsten Bahnstrecken der Welt, die ohne Zahnradantrieb auskommen. Über die Passhöhe am Ospizio Bernina (2253 m), dem höchsten Punkt der Strecke, geht es vorbei am Lago Bianco und zum Aussichtspunkt Alp Grüm.
Von hier aus geht es über 1200 Höhenmeter abwärts  über Cavaglia nach Poschiavo auf 1014 m. Die Bahn folgt dem engen Tal bis sie das berühmte Kreisviadukt von Brusio erreicht. Nach der Kreisfahrt geht es über Campascio und Campocologno hinunter in das italienische Tirano. Dabei muss sich die Bahn immer öfter die Straße mit dem Auto teilen und in einigen Ortschaften fährt der Zug so nahe an den Häusern vorbei, dass man den hier lebenden Menschen in die Zimmer schauen kann.
Im Bahnhof von Tirano endet dann eine der schönsten Zugfahrten durch die Schweizer Bergwelt.
Eine kleine Überraschung  gibt es aber dann doch noch im italienischen Bereich des Bahnhofes von Tirano.
Hier stehen für den Eisenbahnfreund noch ein paar Oldies auf einen Abstellgleis. Aber wie in anderen Ländern auch, warten auch diese darauf entweder zum Leben erweckt zu werden, was eher unwahrscheinlich ist, oder aber auf dem Schrottplatz zu enden.
Die nachfolgenden Bilder sollen nur einen kleinen Eindruck von der Reise wiedergeben und den einen oder anderen Eisenbahnfreund dazu ermuntern, eine Fahrt mit dem Bernina Express zu buchen.

Galerie 2: Bernina-Express

Bernina

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... in den Norden von Deutschland ...

Vor den Toren von Kiel liegt der Ort „Schönberg“. Hier gibt es ein kleines, aber mit vielen historischen Fahrzeugen bestücktes regionales Verkehrs-museum.
Der Verein Verkehrsamateure und Museumsbahnen e.V. hat es sich zur Aufgabe gemacht, Fahrzeuge und deren Geschichte aus dem Nah- und Regionalverkehr in diesem Museum zusammenzutragen.
Hier sind nicht nur alte Eisenbahnfahrzeuge ausgestellt, sondern werden auch alte Straßenbahnfahrzeuge gezeigt, die auf einen Freigelände vor dem Museum ihre Runden fahren können.
Vom Museum aus kann man zu bestimmten Terminen mit einem Dampfsonderzug ca. 4 km bis zum Schönberger Strand an die Ostsee fahren und von dort aus mit dem Schiff über Laboe (U – Boot Denkmal / Marinemuseum) zurück nach Kiel kommen.
Weiterhin werden von den Mitgliedern des Vereines in einem ehemaligen Lokschuppen in Aumühle bei Hamburg auch alte Schienenfahrzeuge restauriert. Hier gibt es wechselnde Fotoausstellungen, eine Fahrzeugschau, Draisinenfahrten und Feldbahnbetrieb.
Die nachfolgenden Bilder zeigen einen kleinen Ausschnitt aus dem Museum in Schönberg.

Galerie 3: Museum Schönberg

Schönberg

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... und an die Elbe zum Endbahnhof in Glückstadt.

Hier haben die Freunde der „Marschbahn Glückstadt/BSW e.V.“ am Rande des Bahnhofes von Glückstadt ein kurzes Stück Gleis gestaltet, das man in dieser Form auch nicht so oft sieht.
Für diesen Güterzug steht zwar wahrscheinlich das Signal für immer auf Halt, aber dafür gibt es auch im Stillstand noch allerhand zu sehen.
Am Anfang des Zuges steht eine Diesellok V20 036 und ein dreiachsiger Umbauwagen in Bauzuglackierung. Danach folgen noch ein paar Güterwagen wie ein Kassel 85310, ein Oppeln 8508, ein Dresden 30004 und ein zweiachsiger Flachwagen DB 473114, beladen mit einem alten Bauwagen und Signalteilen.
Die Bilder zeigen den kurzen Zug, der von den Freunden der Marschbahn Glückstadt, der ARGE Steinburg und Mitarbeitern der Firma Micropartner restauriert wurde.

Galerie 4: Glückstadt

Glückstadt

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Wir hoffen, dass Euch der Bericht gefallen hat und verweisen bei weiterem Interesse auf folgende Links:

Signal

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