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Winnenden

Stammtischausflug nach Winnenden
Ein Bericht von Armin Eschenbacher mit Fotos und einem Video von Uwe Reinhold

Als sich am Morgen des 21. Januar eine Gruppe von sechs männlichen Personen, drei davon bekleidet mit einem knallgelben Oberteil, von Nürnberg bzw. Ansbach aus mit dem Regionalexpress Richtung Schwabenländle aufmachte, waren sicherlich einige der anderen Mitreisenden im Zug ob der seltsamen und auffälligen Kleidung verwirrt. War es eine Gruppe von Dortmund-Fans auf der Fahrt zu einem Auswärtsspiel beim VFB Stuttgart? Oder ein paar Karnevalisten in Biene Maja-Kostümen, unterwegs zu einem Faschingsumzug?

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Beides war natürlich falsch. Ein halbes Dutzend Mitglieder des NERFÜ-Stammtisches hatten sich zusammengetan, um im Rahmen eines Ausfluges die Anlage der Privaten Modellbahnvereinigung Winnenden (PMW) zu besuchen. Die Idee für dieses Ausflugsziel entstand, als ich in einer Folge der Fernsehsehsendung „SWR Eisenbahnromantik“ einen Bericht über die PMW gesehen hatte (Folge 801 – Ein schwäbisches Modellbahnmärchen). Als ich dann den Vorschlag im November beim letzten Stammtisch 2017 vorbrachte, sagten Wolfgang Deinlein, Werner Christ und Manfred Närrisch spontan ihre Teilnahme zu. Später meldeten sich dann auch noch Lothar Göß und Uwe Reinhold für den Ausflug an. Günther Heinisch wollte ursprünglich auch noch teilnehmen, da er aber die Anfahrt mit dem PKW bestreiten wollte, sagte er wegen der winterlichen Straßenverhältnisse an diesem Wochenende und der schlechten Wettervorhersage kurzfristig wieder ab.

So erreichten wir also zu sechst nach einer kurzweiligen Fahrt durch das Hohenloher Land gegen 10:45 Uhr den Bahnhof Winnenden. Von hier aus ging es zu Fuß in Richtung Innenstadt, in der die von mir gewählte Lokalität  für das als erstes geplante Mittagessen lag. Da diese jedoch erst eine halbe Stunde später öffnen sollte, liefen wir noch etwas weiter in den Stadtkern hinein und kehrten dort in einem Café ein. Durch die angeregte Unterhaltung merkten wir gar nicht, wie schnell die Zeit verging und dass wir eigentlich schon seit mehr als einer Viertelstunde beim Mittagessen sein sollten. Rasch machten wir uns auf den Weg zur „Steak- & Schnitzelmeisterei“.

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Diese machte ihrem Namen alle Ehre, denn es gab Schnitzel in allen Variationen, und etliche von uns hatten mit den großzügig bemessenen Portionen zu kämpfen. Derart gestärkt war der etwa zehnminütige Fußmarsch hinaus zur PMW ohne Probleme zu bewältigen.

Als wir dort ankamen, waren die Räumlichkeiten recht gut mit Besuchern gefüllt. Wir starteten unseren Rundgang und sahen uns alle Anlagenteile ausgiebig an. Es ist beeindruckend, welch imposante und schöne Anlage dieser aus nur ca. 15 festen Mitgliedern bestehende Verein trotz aller Rückschläge (im TV-Bericht sehr gut mitzuerleben) im Laufe von über 50 Jahren in Eigenregie und rein aus privaten Mitteln gebaut hat. Weitere Besonderheiten der Anlage sind die Mischung aus teilweiser digitaler Steuerung der Fahrwege, aber rein analogem Fahren der Lokomotiven und Triebwagen sowie das dezentrale Steuerungsprinzip mit sieben „Fahrdienstleitern“ und Übergabe der Züge von Anlagenteil zu Anlagenteil

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Ins Bild klicken, um mehr zu sehen. Um das Video anzuschauen hier klicken.

Mir persönlich hat vor allem der abwechslungsreiche Zugbetrieb mit nahezu unzählbaren, größtenteils vorbildgerechten Zuggarnituren gefallen. Wieder verging die Zeit wie im Flug und so langsam leerten sich die Gänge um die Anlage. Das gab Gelegenheit, mit ein paar der Vereinsmitglieder zu plaudern. Dabei war unter anderem zu erfahren, dass der Verein monatlich über 1500 Euro für Miete, Versicherung, Strom etc. aufbringen muss und dass an den öffentlichen Schautagen (von Ende November bis Ende Januar jeweils am Samstag, Sonntag und an Feiertagen) im Schnitt etwa 150 Besucher pro Tag gekommen waren.

Inzwischen war es schon 16 Uhr geworden und es war Zeit, Abschied zu nehmen von dieser schönen Anlage und auch von Winnenden. Für ein Feierabendbierchen im „D-Zügle“, einer kleinen Kneipe direkt am Bahnhof, war noch Zeit, bevor wir uns wieder mit dem RE auf die entspannte Heimfahrt Richtung Franken begaben. Ein schöner und unterhaltsamer Tag näherte sich dem Ende. Für mich war in Ansbach Endstation, der Rest der Gruppe fuhr noch weiter bis Nürnberg.
Ein herzliches Danke geht an meine Mitfahrer, es war eine große Freude mit euch diesen Ausflug unternehmen zu dürfen.

(Weitere private Bilder rund um den Ausflug gibt es wie immer unter NERFÜ Intern zu sehen)

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